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Tidal House

Ein Gebäude im Wattenmeer, in einer immer während sich verändernden Umgebung. Dieser Umgebung funktional und gestalterisch entsprechend, verändert sich das Gebäude im Rhythmus von Ebbe und Flut. Bei Ebbe liegt das Gebäude auf dem Meeresgrund auf. Die muschelartigen Schalen sind auseinander geklappt.

Das Gezeitenhaus ist nun über das Watt betretbar. Mit der kommenden Flut schließen sich die schützenden Schalen. Das Dach wird angehoben und das Innere des Hauses verändert sich. Das Gezeitenhaus ist nun über Boote zu erreichen. Die Perioden der Natur bestimmen Aufenthaltsort und Aktivität des Menschen im Gebäudeinneren. Bei Flut fahren Bodenplatten aus und eine zusätzliche Galerieebene wird geschaffen. Die lamellenartige Verglasung befindet sich in ständiger Bewegung und verändert das Lichtverhältnis entsprechend der Tageszeit. Das Gezeitenhaus markiert die Grenze zwischen Land und Meer, liegt somit an der Schnittstelle zwischen bewohnbarer und unbewohnbarer Umgebung. Charakteristisch für diese Umgebung ist das Immanente, das sich immer Wiederholende. Das Leben in diesem Haus ist das Leben in einer Uhr, angetrieben durch die Natur, der Anziehungskraft des Mondes.

Dieses Gezeitenhaus lebt in stetiger Folge der Gesetzmäßigkeit der Natur unterworfen. Sie wird von Zeitphasen, stetigen Folgen, bestimmt.

Das ist der erste Schritt in eine gebändigte häusliche Daseinsform des Menschen, denn sein Leben wird von äußeren Zwängen bestimmt. Damit beginnt auch der Wohnungsgrundriss mit zugewiesenen Funktionen statischere Züge anzunehmen.
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