Samstag, 7.12.19
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HOERBIGER Standort Wien
Generalplanerwettbewerb 2013
Bürogebäude und Produktionsstätte
Nutzfläche: 20 000 m²

Mitarbeiter:
Fabio Miguel da Silva Cuhna
Ketham Santosh Kumar
Cecilia Bechteler

Haustechnik TGA Consult Vienna

Tragwerksplanung: Werkraum Wien



Konzept:

Präzise, effizient, signifikant: Die Kultur der Technik
HOERBIGER Büro- und Verwaltungsgebäude mit Produktionshallen, Wien Aspern

Struktur des Dreiklangs – Stadt, Baukörper, Organisation
Der markante Baukörper des HOERBIGER Büro- und Verwaltungsgebäudes vereint in Form und Organisation die Qualität der signifikanten städtebaulichen Lage und den Anspruch einer effizienten Erschließung mit kurzen Wegverbindungen. Die unterschiedlichen Bereiche und Funktionen der Gebäude bleiben deutlich ablesbar, organisieren einen lückenlosen Ablauf und schaffen gleichzeitig einen ganzheitlichen architektonischen Rahmen mit starker Identität. Leichte Schrägen, überlagerten Baukörper und Glasfassaden erhalten bei jedem Perspektivenwechsel die Spannung und inszenieren Transparenz nach innen und außen.

Städtebauliches Konzept
Basis der städtebaulichen Überlegungen ist die Haupterschließung des Standorts von Süden und Norden. Um sowohl die Anfahrt von und nach Aspern, als auch auf den Firmen-Campus möglichst attraktiv zu gestalten, wird der Haupteingang des Bürogebäudes mit zugehörigen Parkplatz an den nordwestlichen Spitz des Grundstücks gelegt. So bleiben von den Zufahrtsstraßen nur die Baukörper präsent, deren Kanten dem Straßenverlauf folgen. Um den Eingangsbereich, nordöstlich situiert, wird ein großzügiger Platz gestaltet, den der höchste Punkt des Baus deutlich markiert. Das Niveau des gesamten Erdgeschoßes erhöht sich etwas und schafft eine zusätzliche Aufwertung des Entrees, das über eine Treppe bzw Rampe und Plattform betreten werden kann. Gleichzeitig werden die Gebäudehöhen zwischen Produktion und Büro angeglichen.

Kommunikation und Flexibilität: Raumflus
Grundsätzlich wird die prinzipielle Einteilung auf dem Areal von Produktion, Büro- und Verwaltungsflächen beibehalten. Für eine möglichst funktionale Lösung sind die einzelnen Bereiche und Abteilung möglichst autonom gestaltet und mit einem effizienten Erschließungssystem miteinander verbunden. Im Erdgeschoß reiht sich Foyer, Café, Forum, Kantine,– und die Forschungsabteilung – an einen rundumlaufenden Weg hintereinander um einen begrünten Innenhof. Diese Fassade dieser ebenerdigen öffentlichen Bereiche ist raumhoch verglast und transparent gestaltet. Dagegen erhält die Fassade der Forschung- und Entwicklungsbereiche wie alle weiteren Bürofassaden eine Konstruktion von Alulamellen.

Für den optimalen Arbeits- und Informationsfluss ist der größte Teil des Büros – ein langer schmaler Baukörper – auf und über die anderen Gebäude gelegt. So entstehen zwei Knotenpunkte, die vertikal die Gebäudeteile verbinden – und erschließen; ein Weg der direkt bis in die Produktionshallen mit den dazugehörigen Büros führt.
Der schmale, erhöhte West/Ost-orientierte Körper schafft für alle Büros eine optimale Ausrichtung und damit die besten Lichtverhältnisse und klimatechnischen Bedingungen. Nur über dem Foyer schließt sich die Lamellenfassade zu einer schmalen „festen Form“, die sich als „Schlussstein“ über den Eingang positioniert.

Cooperate Design: Materialität und Fassade
Als Zitat für die moderne Firmenidentität und die Positionierung als technologische Weltmarktführer bestimmt eine Fassade aus Glas und Aluminium die Hülle der Gebäudeteile. Die Lamellen an der Fassade verkleiden nicht nur, sie „verkörpern“. Dieser oben nach vorne geneigte Fassadenkörper gestaltet die Gebäudeform – und definiert und schützt auch nach außen die Büroräume vor Sonne und Einblicke. Organisatorisch und visuell bildet die gesamte Gebäudestruktur mit der darüberliegenden Spange die Logistik der inneren Organisationsstruktur als einheitlich zusammenfasstes System ab.

Tragwerkskonzept, Ausführung: Büro- und Verwaltungsgebäude
Das Büro- und Verwaltungsgebäude ist in wirtschaftlicher Massivbauweise konstruiert. Flachdecken werden über einen Punktraster hergestellt. Über die konzipierten Randparapete werden die Fassadenverformungen und die erforderlichen Deckenstärken minimiert. Die Aussteifung des Gebäudes erfolgt über Stahlbetonscheiben in den Kernbereichen. Die Fundierung wird mittels Bodenplatte in Weisser-Wannen-Bauweise hergestellt.
Wichtig: Diese Konstruktion und Struktur ermöglicht zwei weitere Geschoße über dem Forschungsbereich bis über die Kantine; direkt an die Spange angeschlossen. Eine Erweiterung der Büroflächen um 1.200 m² ist so leicht zu realisieren, ohne Einschränkungen für die bereits bestehenden Bauten.

Statik, Konstruktion: Halle
Die Halle ist als Stahlbau-Shedhalle konzipiert. Diese Bauweise garantiert Wirtschaftlichkeit, da sie durch den hohen Vorfertigungsgrad rasch montierbar ist. (Stützenraster: 14.50 x 14.50) Unterspannte Träger werden in die zwei Hauptrichtungen gespannt. Diese Lösung sichert ein geringes und damit wirtschaftliches Stahlgewicht (<35 kg/m2) bei hohem ästhetischen Anspruch.
Die Fundierung erfolgt ĂĽber Punktfundamente. Der Hallenboden wird als monolithische Betonplatte ausgebildet.

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